Im aktuellen Hit „Kids (2 Finger an den Kopf)“ regt sich Marteria gewaltig auf, wie bieder die Freunde von einst geworden seien. Nur noch Salatesser, Zuhausebleiber, Aufs-Land-Zieher, Jogger, Passatfahrer und Schwedenurlauber! „Keiner hat mehr Bock auf kiffen, saufen, feiern“, singt Marteria. Und zeigt seinen Fans am Donnerstag seine Urlaubsfotos. Na gut.

Doch man kann Marteria vertrauen, der Rapper, geboren in Rostock, ist noch gut unterwegs und keineswegs langweilig und brav. Mit seinem Freund, dem Fotografen Paul Ripke, reiste Marteria nach dem Erfolg seines Albums „Zum Glück in die Zukunft“ im Jahr 2010 immer wieder um die Welt. Er war in 41 Ländern. Und es war nicht nur Urlaub und Party.

In Uganda engagierte er sich für sauberes Trinkwasser, in Argentinien arbeitete er mit den Toten Hosen an deren Album Ballast der Republik. Marteria reist nach Südamerika, Alaska, zum Himalaya, nach Chile, Island und Ostafrika. Er erlebt Ungewöhnliches, er textet und produziert neue Songs. So entsteht das Album „Zum Glück in die Zukunft II“. Es erscheint diesen Freitag.

Am Abend zuvor berichtet Marteria im Planetarium an der Prenzlauer Allee von seiner Weltreise in Bild, Ton und Rap. Zehn Länder hat er ausgewählt. Passend dazu erscheint in der Kuppel der Sternenhimmel des jeweiligen Landes. Marteria im Planetarium – eine schöne Idee, die der RBB-Jugendsender Fritz da hatte. Karten kriegen aber nur Fritz-Hörer – der Sender vergibt selbst, im Handel gibt es keine Karten.

Marteria wird nicht nur von seinen Reisen berichten, sicher singt er auch neue Songs vom Album. „Wir leben auf einem blauen Planet, der sich um einen Feuerball dreht, mit einem Mond, der die Meere bewegt. Und du glaubst nicht an Wunder?“, singt er in „Welt der Wunder“. Der Song passt ins Planetarium. Er könnte die Hymne werden. Mit Marteria unterm Sternenhimmel.

Marterias neue Single hören Sie hier.