BerlinObwohl sich der Deutsch-Rapper Bushido auch an seinem 18. Verhandlungstag wirklich Mühe gibt, gewählt zu klingen, rutscht ihm doch das Wort „Schwanzvergleich“ gleich zu Beginn raus. Er entschuldigt sich – und relativiert die Entschuldigung gleich selbst, weil er schließlich kurz vorher im Saal 500 des Landgerichts Moabit mehrfach „ficken“ gesagt hat. Dazu allerdings war er von der Beisitzerin am Mittwochmorgen im Verfahren direkt aufgefordert worden.

Das kam so: Mitte Dezember hatte der bekannte Rapper im Prozess von einer Situation berichtet, wegen der er als Nebenkläger vorm Strafgericht auftritt. Die Situation, die er schilderte: An jenem 18. Januar 2018 wollte sich der Musiker nach 14 mehr oder weniger freundschaftlichen Jahren von dem Clan-Chef Arafat Abou-Chaker lösen. Er wollte ein Rapper ohne Gangster im Hintergrund sein. Abou-Chaker aber wollte ihn nicht gehen lassen. Seine Brüder Yasser, Rommel und Nasser Abou-Chaker unterstützten ihn – offenbar mit Gewalt.

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