Schöne Hofläden in Brandenburg: Diese Adressen sollte jeder Berliner kennen

Im Berliner Umland vermarkten viele Bauern ihre Produkte direkt im hofeigenen Laden. Wir haben ein paar besondere Schätze herausgesucht.

Was fürs Auge und den Gaumen: Der Hof Marienhöhe in Bad Saarow hat einen hübschen Hofladen.
Was fürs Auge und den Gaumen: Der Hof Marienhöhe in Bad Saarow hat einen hübschen Hofladen.Hofgemeinschaft Marienhöhe

Wer in ländlichen Gebieten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder auch im Allgäu unterwegs ist, der staunt nicht schlecht. Frisches Gemüse aus eigenem Anbau im liebevoll dekorierten Hofladen, Kartoffeln direkt vom Feld, Heublumenkäse aus der örtlichen Käserei, hausgemachter Schinken vom Bio-Metzger – all das findet man quasi an jeder Ecke. Viele Bauern haben sich auf die Direktvermarktung verlegt und verkaufen direkt ab Hof. Da kann man als urlaubender Berliner schon mal neidisch werden.

Für uns Hauptstädter war es lange Zeit schwierig, solche Beispiele im Nachbarland Brandenburg zu finden. Wer sich am Wochenende aufmachte, beim Bauern einzukaufen, der stand schon mal vor verschlossenen Türen, fand den Laden erst gar nicht oder bekam Eier aus Thüringen angeboten. Alles schon erlebt!

Doch inzwischen hat sich in dieser Hinsicht einiges getan. Längst gibt es auch rund um Berlin mit viel Herzblut betriebene Hofläden, die nicht nur tolle Produkte aus eigener Herstellung verkaufen, sondern auch was fürs Auge sind. Als Berliner kann man den Einkauf dort perfekt mit einem Wochenend-Ausflug verbinden. Erst wandern, Radfahren, paddeln oder Pilze suchen – und dann im Hofladen Brandenburger Eier, Ziegenmilch oder Kürbisse kaufen. Wir haben ein paar besondere Schätze herausgesucht.


Lobetaler Bio-Molkerei: Frische Milch selbst zapfen

Den Hofladen der Lobetaler Bio-Molkerei gibt es seit 2010. In Biesenthal, eine Autostunde nordöstlich von Berlin, kann man Joghurt, Quark, Schlagsahne, Saure Sahne und Ayran aus eigener Produktion kaufen. Den hausgemachten Jogurt gibt es zum Beispiel als Zitrone siciliano oder Pfirsich/Rote Johannisbeere. Wer seine eigene Flasche mitbringt, kann sich die frische Vollmilch am Spender selbst abfüllen. Beliebt seien auch die Mischprodukte der Molkerei, für die handgeschöpfter Quark mit Naturjoghurt verrührt und mit frischen Früchten veredelt wird, sagt Bereichsleiter Reinhard Manger.

Außerdem sind im Laden Bio-Eier und -Geflügelfleisch erhältlich, es gibt eine große Käsetheke, Wein, Spezialitäten aus der Wurstmanufaktur Havelland, Honig aus dem Naturpark Barnim und Gemüse aus der eigenen Gärtnerei. Da der Milchladen direkt an die Molkerei angegliedert ist, kann man während der Öffnungszeiten durch große Fenster einen Blick in die Produktion werfen. Als Betrieb der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH arbeiten dort Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand zusammen.

Säfte, Wein und vor allem Milch: Blick in den Hofladen in Biesenthal.
Säfte, Wein und vor allem Milch: Blick in den Hofladen in Biesenthal.Lobetaler Bio-Molkerei

Verbinden kann man den Besuch zum Beispiel mit einem Ausflug in die Schorfheide, dem Besuch des Klosters Chorin oder einem Abstecher nach Eberswalde, wo man mit Kindern zum Beispiel den Zoo oder den tollen Familiengarten ansteuern kann.

Lobetaler Bio-Molkerei: Sydower Feld 1, 16359 Biesenthal, geöffnet Montag bis Freitag von 10–18 Uhr und Samstag von 10–14 Uhr, www.lobetaler-bio.de


Milchschafhof Pimpinelle: Gutes aus der Schafskäserei

Seit zehn Jahren gibt es die Schafskäserei des Milchschafhofs Pimpinelle in Quappendorf, 75 Kilometer östlich von Berlin. Sie befindet sich im ehemaligen Back- und Waschhaus, einem restaurierten Backsteingebäude von 1920. Auf 80 Quadratmetern wird unter dem weiten Himmel des Oderbruchs die hofeigene Schafsmilch vom Krainer Steinschaf zu verschiedenen Käsespezialitäten, Joghurt und Quark verarbeitet.

Im Hofladen verkaufen Amelie und Franziska Wetzlar ausschließlich eigene Produkte. Die Idee dahinter: Regionalität und Transparenz. „Wir wollen dazu beitragen, die regionale Versorgung mit frischen Produkten zu verbessern. Wer zu uns kommt, bekommt einen Einblick in unseren Betrieb und kann sich direkt vor Ort über unsere Tierhaltung, die Produktion und die Qualität der Produkte informieren“, so die Frauen.

Alle Produkte im Laden stammen vom eigenen Hof und sind ökologisch hergestellt und verarbeitet.
Alle Produkte im Laden stammen vom eigenen Hof und sind ökologisch hergestellt und verarbeitet.Anne Tiessen

Zu kaufen gibt es alle Produkte der Milchschafe: verschiedene Rohmilchkäse aus der Hofkäserei sowie Joghurt und Quark, frisches und gefrorenes Lammfleisch, Salami, Grillwurst, Schinken, Felle, Rohwolle und kardierte Wolle.

Wer sich auf den doch recht weiten Weg macht, der kann im nahen Neuhardenberg gleich noch das Schloss besuchen – ein einzigartiges Ensemble im Stil des preußischen Klassizismus. Der Park gehört zu den wohl schönsten Gartenanlagen des Landes. 

Milchschafhof Pimpinelle: Lindenstr. 20, 15320 Quappendorf, bis zum 8.10. reguläre Hofladenöffnung Fr 16–18 und Sa 10–13 Uhr. In den Wintermonaten nach telefonischer Voranmeldung: 033476/606824, www.milchschafhof-pimpinelle.de


Weidelandfarm am Riebener See: Ein kleines, feines Sortiment

Doreen und Ralf Engelhardt bewirtschaften im Ortsteil Rieben der Spargelstadt Beelitz die Weidelandfarm am Riebener See. Rund um den Betrieb grasen die Kühe mit ihren Kälbern, weitere angrenzende Weiden teilen sich Hühner und Ziegen.

Die Familie betreibt auch einen kleinen Hofladen, in dem man die hauseigenen Fleischspezialitäten, Eier, Imkerhonig und regional gerösteten Kaffee erstehen kann. Draußen darf aber auch getobt, erkundet und gepicknickt werden. Man kann Traktor-Gokarts ausleihen und damit den Hof oder den See umrunden. „Wir leben das Motto Offener Hof ganzjährig und möchten zum besseren Verständnis zwischen Stadt und Land beitragen. Bei uns trifft man die Landwirte persönlich und ist mit Kind und Hund herzlich willkommen“, sagt Doreen Engelhardt. 

Artgerechte Haltung ist Familie Engelhardt wichtig. Das schmeckt man dann auch bei den Produkten im Laden.
Artgerechte Haltung ist Familie Engelhardt wichtig. Das schmeckt man dann auch bei den Produkten im Laden.Privat

Alle Tiere werden ganzjährig draußen gehalten, auch die Hühner sind am liebsten mit der Futtersuche auf der Wiese beschäftigt. Durch einen vollmobilen Stall steht ihnen jede Woche eine neue, frische Weide mit saftigem Grün zur Verfügung. In Rieben haben auch die Hähne eine Chance. Hier dürfen sie mit viel Platz in einem umgebauten Altstall aufwachsen und haben reichlich Auslauf.

Apropos Auslauf: Verbinden lässt sich der Besuch mit einer Wanderung auf dem sechs Kilometer langen Rundwanderweg Riebener See, an dem der Hof liegt. Hier warten vor allem während des Vogelzuges spannende Einblicke: Enten und Gänse nutzen den See als Schlafgewässer, im Schilfgürtel verstecken sich Rohrsänger und Rohrweihe.

Weidelandfarm am Riebener See: Hennickendorfer Str. 35c, 14547 Beelitz OT Rieben, Hofladen Mo bis Mi 10–15, Do und Fr 10–18, Sa 10–15 Uhr, www.weidelandfarm.de


Sanddorn-Garten Petzow: Blühende Landschaften

Sanddorn verorten viele eher an der Küste, man kennt die zahlreichen Sanddornläden von Nord- und Ostseeurlauben. Aber auch in der Nähe von Berlin, in der beschaulichen Obst- und Weinbaustadt Werder (Havel), gibt es solch ein orangefarbenes Kleinod.

Alles auf Orange: Was man aus Sanddorn alles machen kann, wird viele erstaunen.
Alles auf Orange: Was man aus Sanddorn alles machen kann, wird viele erstaunen.Sandokan

Direkt am Glindower See und nur einen Steinwurf vom Schloss Petzow entfernt liegt ein drei Hektar großes Areal mit Sanddorn-Garten, Kräuterbeeten und Wildfrüchten. Gäste des Gartens können live miterleben, wie aus Sanddorn und anderen Früchten Marmelade entsteht – dafür sorgen große Schaufenster zur Produktion hin. Angeschlossen sind zudem ein Café, ein Spezialitätenmarkt und ein Hofladen. Dort können Besucher das gesamte Sortiment von fast 70 Sanddorn- und Wildfruchtspezialitäten kaufen.

Im Spezialitätenmarkt warten weitere regionale Lebensmittel wie Kaffee aus der Kaffeerösterei in Werder, Käse aus der Uckermark oder regionale Fleisch- und Wurstwaren. Bei einem Stück Sanddornkuchen und dem Blick auf Hofgarten und Lehrpfad lässt es sich hier gut auch länger verweilen.

Sanddorn-Garten: Fercher Str. 60, 14542 Werder (Havel) OT Petzow, geöffnet täglich 10–18 Uhr, November bis Februar 10–17 Uhr, www.sanddorn-garten-petzow.de


Obstgut Franz Müller: Von Äpfeln, Birnen und Pflaumen

Seit 1992 gibt es den Hofladen vom Obstgut Müller in Wesendahl, nur 30 Kilometer östlich von Berlin in der Nähe von Strausberg gelegen. Das heißt: In diesem Jahr wird gefeiert, das 30-jährige Hofjubiläum wird von zahlreichen Veranstaltungen begleitet. Im Familienbetrieb, geführt von zwei Brandenburger Apfelbäuerinnen, gibt es Äpfel, Birnen und Pflaumen aus ökologischem Anbau – jetzt im Herbst herrscht also Hochsaison.

„Wir lieben Äpfel und das möchten wir mit den Menschen in unserer Region teilen. Wir möchten ihnen die Landwirtschaft wieder näherbringen und gesunde Lebensmittel auf nachhaltige Weise produzieren“, sagt Geschäftsführerin Cathleen Schirmer.

Viele Sorten, auch zum Selbstpflücken: Cathleen Schirmer bei der Apfelernte.
Viele Sorten, auch zum Selbstpflücken: Cathleen Schirmer bei der Apfelernte.Privat

Mehr als 20 Apfelsorten werden angebaut, von Santana und Topaz bis Boskoop und Elstar. Im Hofladen können die Äpfel vor dem Kauf verkostet werden. Und wer mag, darf auch selbst ernten: Bei der Selbstpflücke kann jeder seine Lieblingssorte finden und sich sein eigenes Körbchen füllen. Denn selbst geerntet schmeckt am besten!

Im Hofladen kann man sich gleich noch mit Käse, Wurst, Eiern, Honig, Gemüse und Süßwaren eindecken. Wem das alles dann noch nicht genug Erlebnis ist, der kann vorher oder nachher im Schlossgut Altlandsberg vorbeischauen. Dort, wo der spätere König Friedrich I. seine Jugend verbrachte, gibt es heute einen Lustgarten und eine Brauerei.

Obstgut Franz Müller: Dorfstr. 1, 15345 Altlandsberg/ OT Wesendahl, der Hofladen ist ganzjährig geöffnet: Mo bis Sa 8–17, So 10–14 Uhr, www.obstgut-franz-mueller.de


Ziegenkäserei Karolinenhof: Für Gourmets und für die ganze Familie

Eine Autostunde nordwestlich vom Berliner Stadtzentrum befindet sich die Ziegenkäserei Karolinenhof. Seit 1993 gibt es den Hofladen, später kamen noch das Café und ein Wintergarten mit Kamin dazu. „Unser wichtigstes Anliegen ist es, qualitativ hochwertige, leckere und natürliche Lebensmittel zu produzieren“, sagt Sarah Spindler vom Karolinenhof. „Die Tiere, die uns die Milch geben und die Natur, die wir nutzen, wollen wir mit möglichst großem Respekt und Liebe behandeln.“

Und so freut man sich in Kremmen über Gäste, die einen Tag auf dem Hof verbringen, die Ziegen bestaunen, einen Blick durchs Käsereischaufenster werfen und am Ende nicht nur mit gutem Käse, sondern auch mit einer Verbindung zu dem Produkt wieder nach Hause fahren. Regelmäßig werden Führungen zu den Zicklein oder zum Melken angeboten.

Herz des Hofes ist die Milchziegenherde, die mehr als hundert Tiere umfasst.
Herz des Hofes ist die Milchziegenherde, die mehr als hundert Tiere umfasst.Ziegenkäserei Karolinenhof

Im Hofladen gibt es rund 20 verschiedene Produkte aus der eigenen Bioziegenmilch, saisonal zudem Fleisch von Zicklein und Ziege. Ergänzt wird das Sortiment durch Weine, Brot und Honig. Eine angeschlossene Biogärtnerei liefert frisches, saisonales Gemüse und Eier. Wer länger bleibt, bekommt eine Stärkung im Wiesencafé, wo die hofeigenen Produkte zu Ziegenkäsekuchen und Käsespätzle verarbeitet werden.

Verbinden Sie den Besuch mit einem Besuch im nahen Linum. Dort rastet jetzt der Graue Kranich und die Storchenschmiede bietet dazu ein vielfältiges Angebot. So kann man eine Kranichausstellung besuchen oder den imposanten Brutvogel beobachten.

Ziegenkäserei Karolinenhof: Karolinenhof 1, 16766 Kremmen, geöffnet von Mitte Februar bis Anfang November, Fr 11–19 Uhr, Sa/So 9–19 Uhr, www.guter-ziegenkaese.de


Hofladen Hübner: Wo die Tiere Platz haben und im Freiland leben

Darf man überhaupt noch Fleisch essen? Und wenn ja, welches? Kaum ein Ernährungsthema steht aktuell so im Fokus wie der Fleischkonsum. Auch, wer auf Rind, Schwein oder Geflügel nicht verzichten mag, stellt sich die Frage nach dem Tierwohl. Und da liegt Brandenburg doch irgendwie nahe – wo, wenn nicht im direkten Umland kann man als Berliner sehen, wie die Tiere gehalten werden?

Und damit rücken biozertifizierte landwirtschaftliche Betriebe wie der familiengeführte Hof Hübner in Danewitz in den Fokus – eine knappe Autostunde östlich von Berlin und gut kombinierbar mit einem Ausflug zum neuen Schiffshebewerk in Niederfinow. Hier wissen die Kunden, wo das verkaufte Fleisch herkommt. Schweine und Rinder leben bei Babette und Karsten Hübner sowie Tochter Josefine im Freiland, sie haben Platz, es geht ihnen gut. Auch Weihnachtsenten und -gänse kann man hier guten Gewissens erwerben.

Seit 2005 gibt es hier eigentlich fast alles: im Hofladen von Familie Hübner.
Seit 2005 gibt es hier eigentlich fast alles: im Hofladen von Familie Hübner.Hofladen Hübner

Im angeschlossenen Hofladen gibt es außerdem Eier, Obst, Gemüse, Käse, Öle, Essige, Fruchtaufstriche und Gelees. Jetzt im Oktober dreht sich alles um die Kartoffel- und Kürbisernte, auch Brötchen und Brot von einem Handwerksbäcker aus der Region gehören zum Angebot. Dazu gesellen sich weitere regionale Produkte: „Deren Erzeuger haben wir in der Regel persönlich kennengelernt. So können wir zu jedem Produkt etwas zur Herstellung und Herkunft sagen“, sagt Josefine Hübner.

Hofladen Hübner: Dorfstr. 22, 16359 Biesenthal OT Danewitz, geöffnet Di bis Fr 9–18, Sa 8–17, von Mai bis Dezember auch So 10–13 Uhr, www.derhofladen.de.to


Spargelhof Klaistow: Weit mehr als nur das Edelgemüse

Der Spargelhof in Klaistow ist längst kein Geheimtipp mehr und das Angebot längst über die Spargelsaison hinausgewachsen. Ob Erdbeeren, Heidelbeeren oder jetzt gerade Kürbisausstellung und Kartoffelernte – eine gute Stunde südwestlich von Berlin ist immer was los, was nicht zuletzt auch am angeschlossenen Restaurant und den Freizeitangeboten wie dem Wildgehege, der Streichelwiese und dem Kletterwald liegt.

Und dann gibt es da noch den großen Hofladen nebst Dekoscheune, wo saisonale Produkte und Spezialitäten verkauft werden. Ob hausgemachte Fruchtaufstriche, Säfte, Nudeln oder Liköre, die Auswahl ist riesig, und manchmal auch ziemlich abgefahren. Oder wussten Sie, dass es Kürbis-Secco gibt und Heidelbeer-Gin? 

Nicht zu übersehen: Gerade ist Kürbiszeit in Klaistow.
Nicht zu übersehen: Gerade ist Kürbiszeit in Klaistow.dpa/Jens Kalaene

Der Besuch in Klaistow lässt sich kombinieren mit dem Besuch der Landesgartenschau in Beelitz, die noch bis Ende Oktober geöffnet ist. Empfehlenswert ist zudem der Barfußpark Beelitz-Heilstätten, besonders mit kleineren Kindern, oder mit etwas größeren Kids der benachbarte Baumkronenpfad.

Spargelhof Klaistow: Glindower Str. 28, 14547 Klaistow, geöffnet täglich von 9–18 Uhr, www.spargelhof-klaistow.de


Hof Marienhöhe: Liebe, Leinöl und „Leichte Marie“

Auf der Marienhöhe in Bad Saarow, rund 70 Kilometer vom Berliner Stadtzentrum entfernt, leben Deutsches Sattelschwein und Rotes Höhenvieh, auf den Streuobstwiesen rund um die Hofgebäude reifen die aromatischen Früchte vieler erhaltenswerter Obstsorten. Im Laden können Besucher Backwaren, Milchprodukte, Wurstspezialitäten, Früchte aus Feld und Garten sowie eigenes Leinöl erwerben. Es gibt auch ein breites Naturkost- und Naturkosmetiksortiment.

Viel Auswahl und Frische: Den Hofladen der Marienhöhe gibt es seit 1990.
Viel Auswahl und Frische: Den Hofladen der Marienhöhe gibt es seit 1990.Privat

Die Marienhöher betreiben eine Käserei, in der täglich die gesamte Milch ihrer Kühe verarbeitet wird. Was 1990 in einer umfunktionierten Waschküche begann, hat sich heute zu einer zeitgemäß ausgestatteten Hofkäserei entwickelt, in der Speisequark, Frischkäse, Saure Sahne, Sauerrahmbutter und verschiedene Käsesorten wie die „Leichte Marie“, der würzige „Herrenkäse“ und der laktosefreie „Findling“ produziert werden. 

In der Hofbackstube kommen Roggen, Weizen, Buchweizen und Lichtkornroggen aus eigenem Anbau zum Einsatz. Probieren Sie mal eines der Sauerteigbrote! Und decken Sie sich auch gleich noch mit Kartoffeln, Salaten, Kräutern, Schnittblumen und naturtrübem Saft aus Äpfeln der umliegenden Streuobstwiesen ein.

„Sehr toller Hofladen“, resümieren Rezensenten bei Google, viele heben besonders die Qualität und Frische des Obst- und Gemüsesortiments hervor. Der Einkauf lässt sich wunderbar mit einem Ausflug an den Scharmützelsee verbinden, wo man einen Wellnesstag einlegen oder eine Segeltour unternehmen kann.

Hofgemeinschaft Marienhöhe: Marienhöhe 3, 15526 Bad Saarow, geöffnet Di 14–18, Fr 10–18 und Sa 9–12 Uhr, www.hofmarienhoehe.de


Gut Neu Sacro: Leckeres aus der Lausitz

Wer auf dem Oder-Neiße-Radweg unterwegs ist, kommt irgendwann auch am Gut Neu Sacro vorbei, einem guten Ausgangspunkt für Touren in die Tagebaufolgelandschaft. Aber auch das Gut selbst, nordöstlich vom Stadtzentrum Forst am Weg zwischen Mulknitz und Neu Sacro gelegen, ist mit seinem Hofladen und der Gastronomie seit 2013 eine touristische Attraktion.

Lust auf Landleben macht ein Besuch auf dem Gut Neu Sacro.
Lust auf Landleben macht ein Besuch auf dem Gut Neu Sacro.Gut Neu Sacro

Die Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten wie der Bauern AG Neißetal, der Bäckerei Merschank, dem Aroniateam aus Guben, der Lausitzer Confiserie Felicitas und der Teichwirtschaft Eulo sorgt im Verkaufsraum für eine große Auswahl von Produkten aus der Region. Fleisch und Wurstwaren stammen aus der eigenen Produktion.

Die Anreise vom Berliner Stadtzentrum ist weit, zwei Stunden ist man schon unterwegs bis in die Lausitz. Aber für genügend Ausflugsziele ist im Südosten der Stadt allemal gesorgt: Bad Muskau und seine berühmte Parkanlage sind nicht weit, aber auch in Forst selbst lässt sich einiges erkunden – der Ostdeutsche Rosengarten etwa, eine kunstvoll gestaltete historische Parkanlage, in der jedes Jahr Tausende Rosenstöcke blühen.

Gut Neu Sacro: Neu Sacro 13, 03149 Forst (Lausitz), geöffnet Mi bis So 9–17 Uhr, www.gut-neusacro.de