Berlin - Die sogenannte Revolutionäre 1. Mai-Demonstration war am Dienstagabend mit mehr als 10 000 Teilnehmern nahe dem Museum vorbeigezogen, als die Gewalt dort eskalierte. Organisatoren der linken Demo teilten mit: „Dass es vor dem Jüdischen Museum zu Auseinandersetzungen gekommen ist, bedauern wir.“ Das Museum selbst sei nicht Ziel von Angriffen gewesen.

Ein Wachhaus der Polizei vor dem Museum wurde demoliert. „Das lag wohl daran, dass an dem Häuschen „Polizei“ stand“, sagte Schmidt-Narischkin. Die Gäste einer Veranstaltung, die zeitgleich zur Demo im Museum stattfand, seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. „Nach Ende des Treffens konnten sie ungehindert nach Hause fahren.“

"Nicht ausreichend geschützt"

Der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber kritisierte, der Platz vor dem Museum sei nicht ausreichend geschützt gewesen. „Es hätte hier nicht zu den Krawallen kommen dürfen.“

Der Protestzug mit Hunderten vermummten, schwarzgekleideten Menschen an der Spitze war nach knapp zwei Stunden vorzeitig von der Polizei aufgelöst worden. Der Versammlungsleiter hatte darum gebeten, weil er die Sicherheit nicht mehr garantieren konnte. Störer griffen Polizisten immer wieder mit Steinen, Flaschen und Böllern an. Vor dem Museum rollten sie Müllcontainer auf die Straße und zündeten sie an. (dpa)