Zossen - Das Amtsgericht Zossen hat am Mittwoch den 25-jährigen Neonazi Daniel T. zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt – damit blieb das Schöffengericht nur vier Monate unter der Maximalstrafe, die es verhängen durfte. Offenbar hat es dem bekennenden Rechtsextremisten nicht allzu viel genutzt, dass er am Tag vor dem Urteil noch eine Art Geständnis abgelegt hat. Das Gericht sah als erwiesen an, dass er der Anstifter einer Brandstiftung ist, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte.

Drei Neonazis hatten am 23. Januar 2010 das "Haus der Demokratie" in Zossen niedergebrannt, das mit einer Ausstellung an das jüdische Leben in Zossen erinnerte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Daniel T., der als führender Kopf der inzwischen verbotenen Neonazi-Organisation "Freie Kräfte Teltow-Fläming" gilt, den Haupttäter des Brandanschlages angestiftet hat. Der Angeklagte wurde als Ideengeber eingestuft, außerdem habe er auch die Ausführung des Anschlags mitgeplant. Der Angeklagte mache auch aus seiner Gesinnung keinen Hehl, sagte Richterin Renate Neuhaus. Er sei ein Überzeugungstäter.

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