Cottbus - Die Polizei hat am Donnerstag die Wohnung des Chefs der Identitären Bewegung (IB) Berlin-Brandenburg, Robert Timm, in Cottbus durchsucht. Ihm werde ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen, bestätigte Oberstaatsanwältin Petra Hertwig Medienberichte.

Gegen den Regionalchef der als rechtsextrem eingestuften Gruppe wird ermittelt, seit er Anfang Juli 2017 in Cottbus eine Kundgebung veranstaltet haben soll, die nicht angemeldet war. „Das ist eine Straftat“, so Hertwig. Timm selbst soll sich nach einer Anti-Flüchtlingsaktion der Rechtsextremen im Mittelmeer auf einem Schiff vor Malta befinden.

Laut Staatsanwaltschaft wurden in der Timms Wohnung in Cottbus Unterlagen und Datenträger beschlagnahmt. Diese sollen jetzt ausgewertet werden.

Im aktuellen Verfassungsschutzbericht von Brandenburg wird die „Identitäre Bewegung Berlin-Brandenburg“ erstmals vollständig dem Rechtsextremismus zugeordnet. Sie soll in Brandenburg etwa 20 Unterstützer haben. Der Berliner Verfassungsschutz schätzte die Zahl der Anhänger in der Bundeshauptstadt zuletzt auf rund 30. (BLZ/dpa)