Das umstrittene Berliner Integrationsprojekt Refugee Club Impulse (RCI)  bekommt  keine Förderung durch den Senat. Die Arbeiterwohlfahrt Mitte habe den Antrag zurückgenommen, bestätigte Bildungsstaatssekretär Mark Rackles (SPD) am Rande der Beiratssitzung des Projektfonds Kulturelle Bildung am Mittwoch.

Nach einem Bericht der Berliner Zeitung und nach Recherchen des American Jewish Comitee (AJC) haben zwei Mitarbeiterinnen des Integrationsprojektes regelmäßig an islamistischen und israelfeindlichen Al-Kuds-Demonstrationen teilgenommen.

Es handelt sich dabei um die Töchter von Jürgen Graßmann, dem Anmelder der jährlichen Al-Kuds-Demonstration in Berlin. Das Theaterprojekt hatte aus den Mitteln des Projektfonds Kulturelle Bildung 100.000 Euro für die Arbeit mit Flüchtlingen erhalten wollen.

„Wir würden zu keinem Zeitpunkt dulden, dass öffentliche Gelder unmittelbar oder mittelbar Personen oder Gruppen zugutekommen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellen, antisemitische oder antijüdische Positionen vertreten“, schrieb Rackles in einem Brief an den AJC.  Zuvor habe es Gespräche mit der Awo gegeben und auch mit den Kulturprojekten Berlin, die den Projektfonds verwalten.

Problematisch ist, dass die siebenköpfige Jury das Projekt offenbar unkritisch empfohlen hatte.