Trotz einer detaillierten Planung entwickelt sich der Transport des Gründungsschiffes „Hertha“ auf dem Landweg in Richtung Berlin schwieriger als gedacht. Der Schwertransport mit dem alten Schiff war am Montagabend in Wusterhausen Nahe Kyritz gestartet, musste in den frühen Morgenstunden aber auf einem Parkplatz in Ribbeck stoppen.

Regen und Sturm hatten etliche Äste der Straßenbäume heruntergedrückt, mehrere Männer auf dem Schwertransporter hatten viel zu tun, die Hindernisse zu entfernen, die auf das Deck des Schiffes schlugen. Die Männer waren im Laufe der Nachtstunden jedoch völlig erschöpft, berichten Beteiligte. Die Arbeiter mussten eine Pause einlegen. Etwa 20 Kilometer vor dem geplanten Ziel in Wustermark steht der Schwertransport nun auf einem Parkplatz. In der kommenden Nacht soll der Transport in Richtung Wustermark fortgesetzt werden.

„Hertha“ darf auf Berliner Gewässern nicht auf See stechen

Eigentlich sollte das alte Schiff, dessen Name und Farbe im Gründungsjahr von Hertha vor 125 Jahren die Grundlage bildete, pünktlich zum Jubiläum am heutigen Dienstag in Berlin einlaufen. Im Hafen Tegel war ein Liegeplatz reserviert, die Hertha-Fans wollten die Rückkehr des Dampfers am Dienstagabend feiern.

Doch das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin verbietet bisher eine Fahrt auf Berliner Gewässern. Erst am 9. August besichtigt eine Kommission das 1886 gebaute Schiff und könnte dann eine Sondergenehmigung für Berlin erteilen, denn das Schiff hat keine Zulassung.

In den folgenden Monaten muss der alte Dampfer in einer Werft umfassend repariert und umgebaut werden. Aufbauten werden entfernt, sie sind zum Unterqueren der Berliner Brücken viel zu hoch. Später soll das Schiff „Hertha“ dem Fußballclub als Vereinsschiff für Feiern und Ehrungen dienen.