Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sieht bei direkter Demokratie auch Risiken. «Wir müssen aufpassen, dass Volksbefragungen nicht missbraucht werden, um Interessen einzelner Gruppen durchzusetzen», sagte Müller dem «Focus». «Volksbefragungen sind nicht per se mehr Demokratie für alle, sondern sie können auch genutzt werden als ein zusätzliches Instrument für wenige Einflussreiche.» Politik aber dürfe nicht nur so entscheiden, wie es der Lauteste wolle. Müller hatte in dieser Woche auch deutlich gemacht, dass der Senat mehr Volksbefragungen über von ihm ausgewählte Themen initiieren wolle. (dpa/bb)