Reinickendorf : 23-Jähriger rastet aus - Polizei schießt auf ihn

Ein Polizist hat einem 22 Jahre alten Mann in Berlin-Reinickendorf nach einem Angriff mit einem Messer in den Oberschenkel geschossen. Wie ein Polizeisprecher erklärte, war der Mann am Samstagmorgen in einem Lottoladen an der Provinzstraße ausgerastet. Er habe den Inhaber und einen Kunden mit dem Messer bedroht und herumgebrüllt. Herbeigerufene Polizisten entdeckten den Mann wenig später mit einer Flasche Bier und dem Messer in der Hand vor dem Geschäft.

Aufforderungen, das Messer wegzulegen habe der 22-Jährige ignoriert. Stattdessen lief er plötzlich mit dem Messer in der Hand auf einen Polizeibeamten zu. Dieser griff zur Waffe und schoss. Der 22-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er ist nicht lebensgefährlich verletzt. Die Ermittlungen hat eine Mordkommission übernommen. Zunächst hatten die „Bild“-Zeitung und die „B.Z.“ über den Fall berichtet. Für die weitere Spurensicherung sperrte die Polizei die Provinzstraße. BVG-Busse der Line 150 wurden umgeleitet.

Es ist bereits der zweite Fall innerhalb einer Woche, bei dem Berliner Polizisten zur Waffe gegriffen haben. Am Dienstagabend war in Berlin-Moabit ein 29 Jahre alter Flüchtling von Polizisten erschossen worden. Der 29-Jährige war mit einem Messer auf den mutmaßlichen Peiniger seiner Tochter losgegangen. Der 27-Jährige war von der Polizei bereits festgenommen worden, weil er die sechs Jahre alte Tochter des Angreifers in einen Park gelockt und sich dort an ihr vergangen haben soll. (dpa)