Berlin - «Es läuft eigentlich alles sehr stabil», sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Berlin. Die Strecke Trebbin-Luckenwalde in Brandenburg war ihr zufolge allerdings nach einem Notfall mehrere Stunden lang gesperrt. Der Fernverkehr wurde umgeleitet, für Reisende mit der Regionalbahn gab es Ersatzverkehr mit Bussen. Der Hauptbahnhof im hessischen Herborn war indes wegen eines Polizeieinsatzes stundenlang gesperrt. Dort hatte ein 27-Jähriger einen Beamten angegriffen und getötet.

Am Wochenende wird es wieder eng

Vor dem Weihnachtsfest waren nach Angaben der Bahn der 22. und 23. Dezember in diesem Jahr die Hauptreisetage. Viele werden demnach voraussichtlich am Samstag und Sonntag (26. und 27. Dezember) von den Familienbesuchen zurückkehren. Dann sei wieder mit vollen Fernzügen zu rechnen. Nach Bahn-Angaben sind im Schnitt täglich 350.000 Zugreisende unterwegs. Für den Tag vor Heiligabend hatte das Unternehmen mit 40 Prozent mehr Gästen gerechnet.

Auch Autofahrer kamen an Heiligabend weitgehend störungsfrei an ihr Ziel. Die Verkehrslage sei «völlig entspannt», sagte am frühen Nachmittag ein Sprecher des ADAC. Es herrschte trotz regen Verkehrs bundesweit freie Fahrt - von vereinzelten baustellen- oder unfallbedingten kleineren Staus abgesehen. Die große Masse der Weihnachtsreisenden sei wohl bereits am Mittwoch gefahren oder werde erst am kommenden Wochenende in den Winterurlaub starten. (dpa)