Rekordzahlen: Studentenboom in Berlin

Berlin - In Berlin gibt es einen neuen Studentenrekord: Mit rund 160 000 eingeschriebenen Studierenden sei ein Höchststand seit dem Mauerfall erreicht, teilte das Studentenwerk Berlin am Freitag mit. Mitte der 1990er Jahre gab es in der Hauptstadt rund 137 000 Studenten. Die jüngsten Zahlen beziehen sich auf die Auswertung für das Wintersemester 2012/13.

Rund 40 Prozent der Studenten kommen nach der jüngsten Sozialerhebung aus Berlin, der Rest aus anderen Bundesländern - die meisten von ihnen aus dem benachbarten Brandenburg. Bei ihrer Studienrichtung setzen mehr junge Männer und Frauen als früher auf Technik: Im Sommersemester 2012 studierten 22 Prozent ein Fach der Ingenieurwissenschaften - neun Prozent mehr als im Vergleichsjahr 2009. 60 Prozent der aller Studenten haben Eltern, die ebenfalls studiert haben.

Berlins Studenten wenden im Schnitt rund 34 Stunden pro Woche für ihr Studium auf, 11 weitere Stunden jobben sie. Im Vergleich zu 2009 hat das Studium etwas mehr Vorrang. 69 Prozent der der Studierenden haben Jobs, 2009 waren es noch 73 Prozent.

Durchschnittlich haben Berliner Studenten 921 Euro im Monat zur Verfügung. Ein Großteil des Geldes kommt von den Eltern oder ist eigener Verdienst. Rund 27 Prozent erhalten BAföG. Rund ein Drittel ihres Monatsbudgets (321 Euro) geben Studenten inzwischen für ihre Miete aus. Das sind acht Prozent mehr als im Vergleichsjahr 2009 und rund 20 Euro mehr als im Bundesschnitt. (dpa)