Berlin - Es hilft alles nichts. Nicht die hellgrünen Wände, die schwungvollen lila Farbbänder darauf und auch die knallblauen Sitzbänke nicht. Der Flur des Kreuzberger Sozialamtes ist und bleibt ein trister Ort. Mit einer Klarsichthülle voller Kontoauszüge und behördlicher Bescheide sitzt Ursula K. auf dem Amtsflur und wartet darauf, von ihrer Sachbearbeiterin herein gebeten zu werden. Heute ist Beratungstag im zweiten Stock, wo es um die Grundsicherung geht.
Die wird gezahlt, wenn Hartz IV nicht mehr greift. Das ist vor allem bei Schwerbehinderten der Fall und bei Rentnern, deren Rente nach einem Arbeitsleben nicht ausreicht, um davon leben zu können. Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist davon jeder zehnte Rentner betroffen, rund 3 700 Menschen. Damit belegt der statistisch gesehen jüngste Bezirk von Berlin (nur zehn Prozent der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre) in Sachen Altersarmut den Spitzenplatz. Das belegt der aktuelle Bericht der Sozialverwaltung "Zur sozialen Lage älterer Menschen in Berlin - Armutsrisiken und Sozialleistungsbezug"

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