Uwe Hölscher gehört hier eigentlich gar nicht hin. Zumindest, nicht, wenn man davon ausgeht, dass eine Konferenz, auf der es ums Internet geht, nur etwas für die jungen Leute ist, die „Digital Natives“, die in der virtuellen Welt zu Hause sind, die Computerfreaks, die Nerds, die Blogger und Twitterer. Als die meisten hier geboren wurden, hat Uwe Hölscher schon Häuser besetzt. Er ist jetzt 57 Jahre alt. Natürlich fällt er auf zwischen den jungen Leuten in Jeans und bunten T-Shirts, er ist knapp zwei Meter groß, das lange graue Haar trägt er zum Zopf gebunden, unter seinem karierten Jackett lugt eine zusammengerollte Zeitung hervor.

„Letztlich spielt es doch keine Rolle, auf welcher Plattform politische Themen verhandelt werden“, sagt Uwe Hölscher, „aber wenn die Plattform nun mal das Internet ist, dann muss man sich das eben auch mal angucken.“ Also hat er sich als Helfer gemeldet, dafür gibt es kein Geld, aber eine Eintrittskarte. Und jetzt ist er hier. „Ich bin ein Beobachter“, sagt Uwe Hölscher, und beobachtet hat er auf der Re:publica vor allem eines: „Das hier sind alles junge Leute, die sich kümmern wollen, und zwar um alles.“ Gerade kommt er von einem Vortrag über das Transatlantische Freihandelsabkommen. „Staubtrocken“, sagt Uwe Hölscher, „aber die jungen Leute sind bereit sich da freiwillig reinzusetzen und zuzuhören.“

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