In der Rettungsstelle des Vivantes-klinikums Neukölln herrschte am Dienstag nur eingeschränkter Betrieb.
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BerlinWegen des Coronavirus musste das Krankenhaus Neukölln den Betrieb seiner Rettungsstelle zeitweise einschränken. Ab Dienstagnachmittag durften die Rettungswagenfahrer für mehrere Stunden die Rettungsstelle der zum Vivantes-Konzern gehörenden Klinik nicht anfahren. Grund war ein Corona-Fall. 

Die Meldung kam über das Ivena-System, eine digitale Plattform, die seit August 2018 den Notfallrettungsdienst und die Aufnahmekrankenhäuser miteinander verknüpft.

Nach Darstellung einer Vivantes-Sprecherin war die Rettungsstelle an der Rudower Straße nicht geschlossen sondern durchgehend geöffnet – wenn auch mit eingeschränktem Betrieb. Um 15 Uhr sei die Klinik darüber informiert worden, dass ein am Tag zuvor in der Rettungsstelle behandelter Patient positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Drei Mitarbeiter, die Kontakt mit diesem Patienten hatten, seien umgehend vorsorglich aus der Schicht genommen worden. „Ob eine weiterführende vorsorgliche Quarantäne notwendig ist, wird aktuell geprüft“, sagte die Vivantes-Sprecherin.

Die Einschränkungen dauerten von 15 Uhr bis 23 Uhr. Aus Kapazitätsgründen habe Vivantes keine zusätzlichen angemeldeten Notfallpatienten aufnehmen können, so die Sprecherin. Die Spätschichten seien dann wieder mit ausreichend Personal besetzt worden. Die Sprecherin sieht in dem Fall nichts Besonderes: „Immer wieder kommt es vor, dass die Rettungsstellenkapazitäten vorübergehend einschränkt werden müssen, so auch gestern.“