An der Ecke Revaler Straße / Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain ist in der Nacht zu Samstag ein junger Mann ersten Erkenntnissen zufolge getötet worden.

Wie die Polizei der Berliner Zeitung sagte, brach er gegen Mitternacht auf dem Gehweg vor einem Imbiss zusammen. Trotz des Versuches der Berliner Feuerwehr, ihn zu reanimieren, starb er noch vor Ort. "Der Mann wies erhebliche Verletzungen am Oberkörper auf", sagte ein Polizeisprecher. Genauere Angaben wollte er nicht machen. Doch aufgrund der Verletzungen, die der Tote hatte, geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus.

Identität des Toten ist unklar

Die Leiche des Mannes wurde am Samstag obduziert. Aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Polizei jedoch keine Ergebnisse bekannt.

Von möglichen Tätern fehlt derzeit jede Spur. Die Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Sie erhofft sich Hinweise von den vielen Menschen, die in dem beliebten Ausgehviertel unterwegs waren und gegen Mitternacht im Bereich der Revaler Straße und der Warschauer Straße Auffälliges beobachtet haben. Im Laufe des Tages gingen bei der Polizei bereits zahlreiche Hinweise ein.

Toter soll zwischen 20 und 30 Jahre alt sein

Wer der Tote ist, ist derzeit noch weitestgehend unklar. Nach Informationen der Berliner Zeitung handelt es sich bei ihm um einen jungen dunkelhäutigen Mann, der zwischen 20 und 30 Jahre alt und schlank sein soll.

"Wir hoffen weiter auf Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können", sagte ein Polizeisprecher. Insbesondere Hinweise zur Identität des Mannes seien wichtig.

Immer wieder Gewalt rund um das RAW-Gelände

In unmittelbarerer Nähe befindet sich das RAW-Gelände mit zahlreichen Clubs wie dem Astra Kulturhaus, Cassiopeia oder Suicid Circus. Besonders am Wochenende ist der Kiez bei Nachtschwärmern beliebt. In den vergangenen Monaten machte das Gelände immer wieder Schlagzeilen, weil sich hier Gewaltdelikte, Drogenhandel und Taschendiebstähle häuften.

Im August griffen zwei Männer dort die Frontfrau der Rock-Gruppe Jennifer Rostock an. Einer der beiden verletzte den Begleiter der Sängerin mit einem Messer am Hals. Die Polizei verstärkte daraufhin ihre Kontrollen auf dem Gelände.

Das Gebiet des früheren Reichsbahn-Ausbesserungswerks ist die letzte große Industriebrache in Friedrichshain. Wo bis 1994 Loks und Eisenbahnwaggons repariert wurden, hat sich eine Spielwiese der Subkultur entwickelt, die einzigartig ist in der Stadt.

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission in der Keithstraße 30 in Berlin-Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911 333 und über die Hinweis-Mail lka113-hinweis@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.