Das Buch – eine der wichtigsten Neuerscheinungen dieses Jahres – erzählt zwei Geschichten eines Untergangs. Es ist nicht der Untergang, der täglich in der Zeitung steht, das Ertrinken der Flüchtlinge, die von Schleppern in marode Boote gepresst und auf dem Mittelmeer ihrem Schicksal überlassen werden.

Der Untergang, den Michaela Müller in ihrem Buch verhandelt, ist der Lebensweg eines jungen Paares – Ayan und Samir –, der katastrophale Zusammenbruch ihrer Alltagsleben im vom Bürgerkrieg zerstörten Somalia. Das ist etwas, wovon kaum ein deutscher Leser je etwas erfährt, das aber entscheidend ist, um das Ausmaß des Unglücks zu verstehen: Niemand „ist“ Flüchtling, es gibt nur Menschen auf der Flucht. Müller zeigt, wie Ayan und Samir dazu geworden sind, das heißt, sie macht aus ihren Schicksalen Biografien.

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