Richtfest in Gropiusstadt: In Gropiusstadt entstehen gerade hunderte neue Wohnungen

Die Neuköllner Gropiusstadt ist mit ihren rund 18.500 Wohnungen zwar recht groß, doch in den nächsten Jahren sollen noch einmal rund 350 Wohnungen dazu kommen. Die Wohnungsbaugesellschaft Degewo feierte am Freitag das Richtfest für die ersten 57 neuen Wohnungen. Sie entstehen nach Plänen des Architekten Christoph Mäckler an der Fritz-Erler-Allee/Ecke Agnes-Straub-Weg.

„Das Haus gibt der Gropiusstadt ein neues Gesicht“, sagte Degewo-Vorstandschefin Kristina Jahn. Das sechsgeschossige Gebäude ist der erste Neubau seit der Fertigstellung der Gropiusstadt vor 40 Jahren. Im Mai nächsten Jahres sollen die Wohnungen fertig sein. Es entstehen vor allem kleinere Wohnungen. 41 von ihnen haben zwei Zimmer. Die durchschnittliche Miete liegt bei 9,50 Euro pro Quadratmeter kalt. Die Preisspanne reicht dabei von 7,50 bis 11 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Auf drei Etagen entstehen Pflege-Wohngemeinschaften mit jeweils 240 bis 270 Quadratmetern. Sie sind für Schlaganfall-Patienten gedacht. Neue Wege geht die Degewo bei der Wärmedämmung. Sie klebt kein Styropor an die Außenwände, sondern errichtet die Fassade aus Porenbeton. Das soll auf die Dauer langlebiger und umweltfreundlicher sein. Auch bei anderen Neubauten setzt die Degewo bereits auf diese Form der Dämmung. Neuköllns Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte: „Die Degewo zeigt mit dem hier entstehenden Neubau, dass es möglich ist, eine bestehende Großsiedlung sinnvoll weiter zu entwickeln.“

Die Neubaupläne der Degewo basieren auf einem Masterplan, den das Unternehmen im Jahr 2011 in Auftrag gegeben hatte. Drei ausgewählte Architekturbüros wurden damals damit betraut, Entwürfe für den Weiterbau der Siedlung zu erarbeiten. Das Konzept von Christoph Mäckler wurde anschließend zur Realisierung ausgewählt.

„In den kommenden beiden Jahren werden wir noch fünf weitere Neubauvorhaben in unserem Quartier Gropiusstadt realisieren und weitere 290 Wohnungen schaffen“, sagte Degewo-Chefin Kristina Jahn. Am Agnes-Straub-Weg 22 entstehen 57 Wohnungen. An der Fritz-Erler-Allee/Ecke Käthe-Dorsch-Ring werden 102 Wohnungen gebaut. Am anderen Ende des Käthe-Dorsch-Rings/Ecke Fritz-Erler-Allee kommen noch einmal 25 Wohnungen hinzu. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Fritz-Erler-Allee/Ecke Agnes-Straub-Weg sind weitere 46 Wohnungen geplant. In der Walter-Franck-Zeile, nahe der Hermann-von-Helmholtz-Schule, entstehen 60 Wohnungen.

80 Prozent der Wohnungen sollen nach Angaben der Degewo zu Kaltmieten zwischen 6,50 Euro und 10,50 Euro je Quadratmeter vermietet werden.