„Ride of Silence”: ADFC gedenkt verunglückten Radfahrern

Berlin - Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Berlin (ADFC) ruft zum „Ride of Silence” zum Gedenken an verunglückte Radfahrer auf. Am Mittwoch (15. Mai) werden rund 1500 Radfahrer zu der Schweigefahrt in heller Kleidung erwartet. Die Tour startet um 19 Uhr am Brandenburger Tor und führt rund zehn Kilometer durch Mitte, Friedrichshain und Prenzlauer Berg - vorbei an mehreren ADFC-Geisterrädern, die den Unfallorten an tödlich verunglückte Radfahrer erinnern.

2018 gab es in Berlin fast 8000 Unfälle, in die Radfahrer verwickelt waren - gut 900 mehr als noch 2017. Dabei kamen elf Radfahrer ums Leben, knapp 750 wurden schwer verletzt. Ein Viertel der insgesamt im Straßenverkehr getöteten Menschen sind Fahrradfahrer - obwohl sie nur in vier Prozent der Verkehrsunfälle verwickelt sind. Oft machen Autofahrer dabei Fehler beim Abbiegen - sie übersehen vor allem beim Rechtsabbiegen Fahrradfahrer mit Vorfahrt.

„Elf getötete Radfahrerinnen und Radfahrer im letzten Jahr sind elf zu viel”, erklärte Eva-Maria Scheel, Landesvorsitzende des ADFC Berlin, laut Mittelung. Mit der Gedenkfahrt wollen die Aktivisten ihrer Trauer und Wut über die getöteten Radfahrer Ausdruck verleihen. Die weltweite Aktion findet seit 16 Jahren jährlich am dritten Mittwoch im Mai statt. In Berlin organisiert der ADFC die Tour zum fünften Mal. (dpa/bb)