Berlin - Eine der letzten Symbole der linksradikalen Szene rückt wieder in den Fokus - das teilbesetzte Haus in der Rigaer Straße 94 in Friedrichshain. Denn nun liegt das Brandschutzgutachten vor, das ein Prüfingenieur nach einer Begehung vor einem Monat erstellt hat und das die Bewohner des Hauses durch Krawalle verhindern wollten. Das Gutachten listet in der Expertise, die der Berliner Zeitung vorliegt, viele Mängel auf: fehlende oder zu schmale Rettungswege, ein Eingangstor, das erst nach langer Zeit von der Polizei geöffnet werden konnte, eine Kneipe im Erdgeschoss, die ohne Genehmigung arbeitet.

Am gravierendsten sind laut Prüfbericht die Rettungswege. Zwar gebe es für jede Wohnung einen solchen Weg. Denn alle Wohnungen führten in einen notwendigen Treppenraum. Doch bei neun Wohnungen fehle der erforderliche zweite Rettungsweg - also die Möglichkeit, über eine Drehleiter der Feuerwehr oder ein Sprungpolster vor den Flammen gerettet zu werden. Der Durchgang zum zweiten Hof sei für die Feuerwehr zu schmal, um im Falle eines Brandes das 45 Kilogramm schwere Sprungpolster in angemessener Zeit dorthin zu transportieren, heißt es. Der Zugang entspreche „unter keinen Umständen den bauaufsichtlichen Anforderungen“.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.