Berlin - So richtig versteht der Bauarbeiter in der Rigaer Straße an diesem Mittwoch selbst nicht, was er hier gerade tut. Er steht dort und streicht den flüssigen Asphalt auf dem Bürgersteig glatt. „Wenn einer Steine werfen will, pult er sie halt zehn Meter weiter aus dem Boden“, sagt der Mann in der orangefarbenen Latzhose. Sein Job ist es heute, die faustgroßen Pflastersteine im Gehweg zu entfernen und durch Asphalt zu ersetzen.

Wo keine Steine sind, können Linksradikale keine Steine mehr werfen, so der Gedanke dahinter. Dass das Pflastermosaik aber nur einige Schritte weiter von neuem beginnt, lässt die Maßnahme für viele Anwohner nach Aktionismus riechen: Hauptsache, der Bezirk zeige, dass sich überhaupt etwas tut – Sinnhaftigkeit hin oder her.

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