Berlin - Die FDP will Türsteher staatlicher Kontrolle unterwerfen, hat im Abgeordnetenhaus einen entsprechenden Antrag gestellt: Türsteher, die vom Wirt und nicht über eine Sicherheitsfirma eingestellt wurden, sollen wie Security-Mitarbeiter Sachkundeprüfungen und saubere Führungszeugnisse vorweisen müssen.

Die Einhaltung der Vorschriften soll vom Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten überwacht werden. Damit soll verhindert werden, dass Türsteher, bei denen die Regeln für Security-Leute nicht gelten, mit ihnen geschäftlich verbundene Drogendealer in Clubs und Diskos einlassen.

Michael Kuhr unterstützt das Begehren

Der FDP-Abgeordnete Marcel Luthe geht außerdem davon aus, dass viele Wirte die Türsteher nicht freiwillig, sondern auf Druck von kriminellen Banden beschäftigen. Michael Kuhr, Geschäftsführer der Firma Kuhr Security, unterstützt das Begehren der FDP: „Ich habe schon vor zehn Jahren mit dem damaligen Polizeipräsidenten Glietsch und später mit dem früheren Innensenator Henkel darüber gesprochen, weil Schwerkriminelle legal an den Türen stehen können. Passiert ist nichts, im Senat interessiert man sich für das Thema nicht.“

Insider beschreiben die Türsteher-Szene Berlins so: Während im Westen Araber aus kriminellen Clans und Türken das Sagen hätten, wären es im Osten vorwiegend Hooligans, Russen und Tschetschenen. Teilweise hätten sie Verbindungen zu Rockerbanden.