Ein Holzkreuz erinnert an die 13-jährige Ronja, die im Juni 2018 von einer Straßenbahn überfahren wurde. 
Foto: Eric Richard

BerlinEin Fahrrad ist an einem Laternenpfahl angeschlossen. Das weiße Geisterrad, das der ADFC für jeden getöteten Radfahrer in Berlin aufstellt, steht am Blockdammweg in Rummelsburg. Auf einem weißen Schild mit einem schwarzen Kreuz steht: „Radfahrerin, 13 Jahre. 12.06.2018“. Es ist der Tag, an dem Ronja starb. Der Tag, an dem das Mädchen einen schweren Straßenbahnunfall zunächst überlebt hatte und dann bei einem Rettungsversuch getötet wurde, zerquetscht von 34 Tonnen. So viel wog die Straßenbahn, die von der Feuerwehr angehoben wurde, um das eingeklemmte Kind darunter zu befreien – und die dann abrutschte.

846 Tage sind seitdem vergangen. Tage, an denen Ronjas Eltern hofften, eine Antwort auf die Frage nach dem Warum zu erhalten. Schlaflose Nächte, in denen Uwe L., der Vater, und Jeanette K., die Mutter, im Internet recherchierten, um zu erfahren, wie man Straßenbahnen sicher von den Schienen hebt. Endlose Stunden, in denen sie sich quälende Gedanken machten, wie die letzten Minuten im Leben ihres Kindes ausgesehen haben könnten.

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