Die Rettungsarbeiten im Jahr 2018.
Foto: Morris Pudwell

Berlin - „Ich will nicht tot sein“, sagte die 13-jährige Ronja. Das Kind lag eingeklemmt unter einer Straßenbahn der Linie 21. Es  richtete seine flehenden und ängstlichen Worte an Mandy K., eine Polizeibeamtin, die außer Dienst war und sich kurz nach dem Unfall um das Mädchen kümmerte, mit ihm sprach, es tröstete, ihm Mut geben wollte. Das alles ist jetzt über zwei Jahre her.

An jenem 12. Juni 2018 wollte Ronja sich mit ihrer Freundin Pizza holen. Mit dem Fahrrad überquerte das Kind die Schienen der Straßenbahn am Blockdammweg Ecke Köpenicker Chaussee in Rummelsburg. Sie soll sich dabei zu ihrer Freundin umgedreht und die herannahende Straßenbahn nicht bemerkt haben, so steht es im Verkehrsermittlungsbericht. Gegen 16.30 Uhr erfasste die Tram das Mädchen, doch es schien einen Schutzengel zu haben. Ronja verlor zwei Finger, aber nicht ihr Leben, wie die meisten Menschen, die unter eine Straßenbahn geraten. Sie wurde lediglich unter der tief liegenden Niederflurtram eingeklemmt.

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