Schauspielerin Jella Haase
Foto: imago images/Photopress Müller

2019 war für Sie…

… aufregend, lehrreich, erschreckend, tollkühn und besinnlich.

Wer oder was wird aus dem zu Ende gehenden Jahrzehnt in Erinnerung bleiben?

Greta Thunberg

Was macht Ihnen Angst im kommenden Jahr?

Populismus, der in den Köpfen wächst und greift und salonfähig wird. Die Ignoranz der Menschheit gegenüber den unbedingt erforderlichen Veränderungen in der Gesellschaft und der Politik aufgrund des Klimawandels. Wir brauchen Gesetze und ein Umdenken, im Großen, wie im Kleinen.

Worauf freuen Sie sich?

Es kommen tolle Filme in die Kinos, wie „Berlin Alexanderplatz“, „Kokon“, „Stürm: Bis wir tot sind oder frei“, und eine Thomas-Brasch-Verfilmung. Außerdem freue ich mich sehr darauf, weiter Theater spielen zu dürfen und auf den Sommer und meine Freunde, im Sommer: Prinzenbad, kurze Hosen und warmen Wind auf brauner Haut, fände ich toll.

Welchen Satz möchten Sie im nächsten Jahr nicht mehr hören?

Während Millionen Menschen auf der ganzen Welt für den Klimaschutz, für unser aller Zukunft auf die Straße gehen, legt die Bundesregierung Ergebnisse vor, mit der sogar die selbst gesteckten Klimaziele verfehlt werden.

Und welchen viel öfter?

Ich kann, weil ich will, was ich muss! Immanuel Kant

Die Jugend der Welt geht für das Klima auf die Straße. Was tun Sie?

Mitlaufen und rufen und protestieren, kein Fleisch essen, Zug fahren, Flohmarkt.

Denk ich an Deutschland…

… denk ich an den Fernsehturm. An meine Freunde und Familie, an ein Land, in dem ich aufgewachsen bin, in dem ich lebe. Das reich ist und eine große und besondere Verantwortung historisch und geopolitisch trägt.

Wenn am 31. Oktober 2020 tatsächlich der BER öffnet, werde ich…

… Tegel vermissen.

Ihr Willkommensgruß an Elon Musk.

Kann man nicht eine elektronische Seilbahn bauen, die einen wie die U-Bahn von A nach B bringt? Oder neue Elektromotoren in alte Autos einbauen, und sich so eine Menge Sauerei, Abfall und neue Autos sparen?