Die Schauspielerin Meret Becker blickt freudig auf das neue Jahr.
Foto: Imago Images/Ralf Müller

2019 war für Sie…

… das Jahr, in dem ich die große Freude hatte, Teil von „Babylon Berlin“ zu werden, ich immer mehr Klarheit bekomme, was ich noch machen will und wie ich es auch hinbekomme und „Fridays for Future“ eine Bewegung wurde, die wirklich etwas bewirkt.

Wer oder was wird aus dem zu Ende gehenden Jahrzehnt in Erinnerung bleiben?

Greta Thunberg und Donald Trump. Aber er verschwindet bald wieder aus dem Gedächtnis. Aber Greta bleibt. Und die vielen Menschen, die im Meer versanken.

Was macht Ihnen Angst im kommenden Jahr?

Dass die Politik und die Konsumenten die Sache mit dem Klima nicht ernst genug nehmen und es zu langsam Veränderungen gibt. Irgendwann gibt es keine Umkehr mehr.

Worauf freuen Sie sich?

Auf tolle Projekte in der Arbeit und dass mein Haus fertig wird. Ich weiß nicht warum, aber ich habe trotz allem ein gutes Gefühl für 2020.

Welchen Satz möchten Sie im nächsten Jahr nicht mehr hören?

„Geht nicht.“ „Die sollen nach Hause gehen!“

Und welchen viel öfter?

„Das habe ich nicht verstanden.“ „Wieso?“ „Kannst du mir das bitte erklären?“ Und um mit Yoko Ono zu reden: Yes.

Die Jugend der Welt geht für das Klima auf die Straße. Was tun Sie?

Ich feiere das und gehe mit, wenn ich kann (zu selten). Esse schon ewig kein bzw. seit ein paar Jahren sehr wenig Fleisch – ca. drei-, viermal im Jahr; statt des Autos fahr ich möglichst oft wieder öffentliche Verkehrsmittel; nehme innerhalb Europas möglichst den Zug statt eines Fliegers; kaufe fast alles Bio ein (ist klar, dass das ins Geld geht, aber die Ernährung ist reichhaltiger); versuche Verpackungen zu vermeiden (das geht schwer, weil immer schon alles verpackt ist – bitte weniger!); trenne Müll; mache den Strom in meinem Haushalt aus, wenn ich gehe; irgendwann werde ich nur noch Maßanzüge aus gutem Material haben, sodass ich keine Klamotten aus Schrottproduktionen mehr brauche; wann immer eine Chance besteht, umweltbewusst zu handelt, werde ich diese Gelegenheit nutzen, ohne den Humor zu verlieren.

Denk ich an Deutschland…

… hat das wenig mit Sexappeal zu tun.

Wenn am 31. Oktober 2020 tatsächlich der BER öffnet, werde ich…

… können Sie mich Ernst-Albert nennen.

Ihr Willkommensgruß an Elon Musk.

Bau mir einen fairtrade und ökologisch tollen Akku, der richtig was kann und mache dem Namen (Nikola) Tesla alle Ehre.