Parteivorsitzende sagen gerne Wörter voller Bedeutung, gewichtige, klangvolle, positive Wörter wie: Gerechtigkeit. Sozialer Frieden. Mieterschutz. Oder auch mal Stadt des Aufstiegs, so in der Art. Weniger gern sagen sie Wörter, wie sie an diesem Freitag der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß benutzen musste. Eines war am häufigsten zu hören: Quatsch.

Es sei „absoluter Quatsch“, was da über Klaus Wowereit geschrieben und gemutmaßt würde, sagte Stöß am Nachmittag im Abgeordnetenhaus in eine Kamera des RBB. Ja, eine „Quatsch-Debatte“ sei das, dass der Regierende Bürgermeister, wie es in der Boulevardzeitung BZ zu lesen war, keine Lust mehr aufs Regieren habe und angesichts mieser Umfragen und ebensolcher Aussichten plane, noch vor der Sommerpause seinen Rücktritt bekannt zu geben. Das sei „wirklich Quatsch“. Und dass er, der Landesvorsitzende, den Regierenden Bürgermeister an diesem Sonntag in Augsburg, wenn die Bundes-SPD ihr Regierungsprogramm beschließt, zur Rede stellen und gegebenenfalls die Nachfolgefrage klären werde? „Auch das ist Quatsch.“ Und: „Dem ist nichts hinzuzufügen.“

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