Tatjana Michalak legt immer wieder eine Hand auf ihr Brustbein, als schnüre ihr der Druck der vergangenen Wochen die Luft ab. Die Leiterin der Berliner russischsprachigen Telefonseelsorge Doweria erzählt von der Belastung ihrer Ehrenamtlichen seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar. „Wir bekommen dreimal mehr Anrufe als vor dem Krieg“, sagt sie. Berliner mit post-sowjetischen Wurzeln berichteten, wie ihre Kinder von Geburtstagen ausgeladen würden, weil „Russenkinder“ nicht erwünscht seien. Andere Telefonate führten tief in das Grauen des Krieges. „Geflüchtete Mütter aus der Ukraine rufen uns an, die ihre Kinder im Krieg verloren haben“, erzählt Michalak.

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