S-Bahn duldet keine Raucher mehr

Die S-Bahn macht ernst: Seit Montag sind geschulte Sicherheitskräfte unterwegs, um bei Verstößen gegen das Rauchverbot Bußgelder zu erheben. Wer auf einem S-Bahnhof in Berlin oder Brandenburg  beim Rauchen erwischt wird, muss damit rechnen, dass er 15 Euro zu zahlen hat – entweder sofort in bar oder später per Überweisung.

Rauchverbot gilt auch für E-Zigaretten

„Freundliche Aufforderungen scheinen nichts zu bringen“, sagte Sicherheitsmanager Jörk Pruss. „Die Beförderungsbedingungen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sind eindeutig. Sie verbieten das Rauchen in Verkehrsmitteln, auf Bahnsteigen sowie im gesamten Bahnhofsbereich. Das gilt auch für E-Zigaretten. Vom  Verbot ausgenommen sind nur die gekennzeichneten Raucherbereiche.“

Auf acht weiteren Bahnsteigen wird es solche Raucherbereiche geben. Sie sind im Rahmen eines Pilotprojekts für die S-Bahnhöfe Südkreuz, Treptower Park, Westkreuz, Frankfurter Allee, Storkower Straße, Tempelhof, Alexanderplatz und Wannsee vorgesehen. In Pankow ist bereits eine Fläche für Raucher markiert, Damit habe man gute Erfahrungen gemacht, so die S-Bahn.

Rauchen belästigt nicht nur andere Fahrgäste, es kann auch ein Sicherheitsrisiko im Nahverkehr sein. 2001 löste eine brennende Zigarette im U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz einen Kabelbrand aus. Der Fahrtwind hatte die Glut angefacht. Rettungswagen brachten drei Menschen mit Verdacht auf Rauchvergiftungen ins Krankenhaus.