Berlin - Helmut Nickel kann sich noch gut erinnern. „Hier war immer viel los“, sagt der ehemalige Reichsbahner. „Damals gab es von Schöneweide Direktverbindungen in viele Städte der DDR“ – nach Zittau, Gera, Bautzen, Stendal. Bei seinem Rundgang bleibt Nickel vor einem baufälligen Holzanbau stehen: „Der gehörte zur Mitropa.“ Wenn der Ansturm groß war, nutzten Reisende die Gaststätte als Warteraum. Noch erinnert manches an die Zeit, in der Schöneweide einer der wichtigsten Fernbahnhöfe von Berlin, Hauptstadt der DDR, war – weil anderswo Kapazität fehlte. Doch nun geht die Deutsche Bahn (DB) daran, die Spuren dieser Vergangenheit zu tilgen. Fahrgäste müssen sich umstellen.

Am Montag griffen die kleinen Bauarbeiter zum Spaten. Mit Kindern aus der Kreativitäts-Grundschule Treptow feierte die Bahn den Start der letzten Etappe des Bahnhofsumbaus. Ende 2021 soll alles fertig sein – wenn es gut geht.

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