Berlin - Daniel Schreiber sagt diese Sätze langsam: „Du gehörst nicht dazu. Du bist falsch. Du hast hier keine Stimme. Du musst schweigen.“ Sie stehen für den Ort, aus dem er kommt, für ein Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Und sie sind der Ursprung und der  Antrieb zugleich für eine schmerzhafte Suche. Es ist die Suche nach dem Ort, den wir Zuhause nennen.

Aus dieser Suche ist ein Buch entstanden, und nach der ersten Lesung vor einigen Tagen in Berlin, da stellt ein Zuhörer am Ende die Frage, die wohl jeden der Gäste umtreibt: Ob er es denn gefunden habe, dieses Zuhause. Die Frage wolle er nicht direkt beantworten, sagt Schreiber. Nur so viel: „Ich fühle mich jetzt sehr wohl in der Stadt.“ Mehr stehe in seinem Buch, im letzten Kapitel. Dann lacht er. Es ist ein befreites Lachen. Man kann in diesem Lachen hören: Auch wenn das mit dem Zu-Hause-Sein kompliziert ist, Daniel Schreiber ist angekommen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.