Lichtenfels - Die Freude über den frisch berufenen jungen Zivilrichter am Amtsgericht im fränkischen Lichtenfels war offenbar groß. „Maik B. kommt von Berlin an den Obermain und entspannt Personalsituation“, war im Obermain-Tagblatt zu lesen. Das Gericht war zu dieser Zeit unterbesetzt. Von Maik B., so hieß es weiter, könne man sagen, er sei sehnsüchtig erwartet worden.

Das war vor fast genau einem Jahr. Da ahnte die bayerische Justizbehörde noch nicht, dass der Zivilrichter auf Probe offenbar eine rechtsextreme Vergangenheit hat. Dass die Vorwürfe erst jetzt öffentlich werden, ist unerklärlich. Denn das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz war gewarnt. Der märkische Verfassungsschutz hatte eigenen Angaben zufolge die Behörde Ende Februar dieses Jahres in einer „Erkenntnismitteilung“ darüber informiert, wer da zu ihnen gezogen war: ein bekennender Neonazi.

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