Die Sanierung der Avus ist ein Jahr früher als geplant vollendet. An diesem Mittwoch wird der runderneuerte Abschnitt der Autobahn A 115 feierlich wiedereröffnet. Zu dem Ereignis kommen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Das 8,7 Kilometer lange Teilstück ist dann wieder in beide Richtungen auf zwei Spuren befahrbar. Etwa 90 000 Fahrzeuge passieren die Strecke täglich.

Eigentlich sollten sich die Arbeiten zwischen der Anschlussstelle Spanische Allee und dem Dreieck Funkturm zweieinhalb Jahre bis November 2013 hinziehen. Die Fahrbahnsanierer kamen aber viel schneller voran. Dafür gab es nach Auskunft der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung drei Gründe: Gute Planung, ein Beschleunigungsprogramm des Bundes und – Glück.

Zur Planung gehörte etwa die gemeinsame Auftragsvergabe an Ingenieure und Straßenbauer. Dank enger Abstimmung auf der Baustelle konnte mit dem vierten und letzten Bauabschnitt schon begonnen werden, bevor der dritte fertig war, wie Sprecherin Daniela Augenstein berichtete. Gearbeitet wurde an sechs Tagen die Woche von 6 bis 22 Uhr.

Die Arbeitsgemeinschaft, die die Sanierung erledigte, könne jetzt voraussichtlich mit dem Bonus von einer Million Euro rechnen. Das Programm des Bundes sieht 20 000 Euro pro eingespartem Tag vor. Der Bund übernimmt als Auftraggeber des Projekts die Kosten von 28 Millionen Euro. Als glücklichen Umstand bezeichnete Augenstein den zurückliegenden milden Winter. Er hielt die Bauarbeiten kaum auf.

Schon jetzt plant der Senat eine weitere Sanierung der A115 von der Spanischen Allee bis zur Stadtgrenze. Die Arbeiten sollen im Jahr 2014 beginnen. Die 91 Jahre alte Avus musste von Grund auf erneuert werden. Das Wort steht für Automobil-Verkehrs- und Übungsstrecke. Die Avus war von 1921 bis 1998 eine Rennstrecke. (dpa)