Berlin - Bei der Sanierung der Friedrichsbrücke in Mitte hat es eine Panne gegeben. Ein 60 Meter langer Stahlträger konnte in der Nacht zu Mittwoch nicht wie geplant über der Spree montiert werden. Zwei andere Träger wurden dagegen mit zwei großen Kränen neben der bestehenden Brücke installiert. Die neuen Brückenteile sind erforderlich, um das Bauwerk von derzeit 12,5 auf 27 Meter zu verbreitern. Der Senat richtet damit die Friedrichsbrücke wieder wie das historische Vorgängerbauwerk von 1894 her.

Dass einer der drei Stahlträger nicht eingebaut werden konnte, verwundert auch die Fachleute in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Wie es heißt, konnte der Träger mit Hilfe der Kräne nicht richtig positioniert werden. „Die Montage hat einfach nicht funktioniert. Der Träger ist völlig in Ordnung“, sagt Petra Rohland, die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. In den nächsten zwei Wochen soll voraussichtlich ein weiterer Versuch unternommen werden, dann soll es wieder nächtliche Sperrungen der Spree geben. Das Brückenteil lagert vorübergehend im Westhafen.

Die Friedrichsbrücke wird seit dem vergangenen Jahr saniert. Die Verbreiterung zählt zu den Investitionen rings um die Unesco-Welterbestätte Museumsinsel, denn die Brücke ist ein wichtiger Zugang insbesondere für Touristen. Rund 7,7 Millionen Euro stehen für die Sanierung zur Verfügung. Dabei bleibt der 1981 errichtete Teil der Brücke erkennbar, er wird seinen Asphaltbelag behalten. Die Neubauten daneben werden mit Naturstein gepflastert, der nördliche Gehweg wird künftig in den Kolonnadengang auf der Museumsinsel führen. Auch die Gestaltungselemente wie die alten Brüstungen und die vier hohen Säulen aus Naturstein werden wieder aufgebaut. Die Sanierung der Friedrichsbrücke, die ausschließlich von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden darf, soll im Frühjahr 2014 abgeschlossen werden, sagte Petra Rohland.