Sanierungsarbeiten: U 8 nach den Sommerferien wieder offen

Berlin - Noch wird gebaut, noch ist viel zu tun im Tunnel unter der Hermannstraße in Neukölln. Doch ein Ende der Großbaustelle auf der U-Bahn-Linie U 8 ist absehbar. „Wenn es so weiter geht wie bisher, könnten wir im Laufe des Augusts 2014 fertig werden“, sagte Uwe Kutscher, Bau-Chef der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Dann wäre es möglich, den Abschnitt zwischen Boddin- und Hermannstraße am 25. August wieder in Betrieb zu nehmen – unmittelbar nach den Sommerferien.

Wegen schwerer Baumängel war das Teilstück am 12. August vergangenen Jahres gesperrt worden. Damals hieß es, dass die Sperrung neun Monate dauern wird. Bald zeigte sich aber, dass neun Monate nicht reichen. Über Jahre hinweg war Nässe in den 1929 eröffneten Tunnel eingedrungen. Die Konstruktion muss umfassend saniert werden. Zuletzt hieß es, dass die Arbeiten bis Sommer dauern. „Der endet laut Kalender zum 23. September. Aber so lange werden wir wahrscheinlich nicht brauchen, denn die Arbeiten gehen gut voran“, so Kutscher beim Neujahrsempfang des Verkehrspolitischen Informationsvereins in Berlin.

PVC unter der Schlossstraße

Kutscher ging auch auf das nächste große Projekt ein. Anfang 2015 beginnt die Sanierung der U 9 in Steglitz. Dabei wird der mehrgeschossige U-Bahnhof Schlossstraße für acht Millionen Euro so umgebaut, dass der Zugverkehr auf der oberen Etage konzentriert werden kann.

Die 1974 eröffnete Station war von Ralf Schüler und Ursulina Witte gestaltet worden, er gilt als Highlight der Siebziger-Jahre-Architektur. Sichtbeton dominiert, Kunststoffelemente in blau und orange setzen Akzente. Es stellte sich aber heraus, dass sie entfernt werden müssen, so Kutscher. „Sie bestehen aus PVC.“ Eine Weiterverwendung nach dem Umbau wäre unmöglich, weil das Brandschutzbestimmungen widerspräche.