Berlin - Das dürfte ihm leicht fallen, denn für das leerstehende Restaurant gibt es einen ernstzunehmenden Mietinteressenten. Das erfuhr die Berliner Zeitung aus Kreisen der Bahn. „Eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen wird im August getroffen“, bestätigte ein Sprecher.

In der boomenden City West wirkt das Empfangsgebäude des Bahnhofs Zoologischer Garten wie ein Fremdkörper. Die Fassade ist dunkel, das Restaurant im ersten Obergeschoss steht seit Jahren leer, die Fensterscheiben sind blind. Hier will die Bahn ansetzen: Die Sanierung soll mit der Fassade und den Zoo-Terrassen beginnen, hieß es. Für das Restaurant wurde ein Unternehmen gefunden, das bundesweit Gastronomie betreibt. Die Mieteinnahmen sollen dazu beitragen, die Erneuerung zu finanzieren.

Mehr Läden und Gastronomie

Nach und nach soll der gesamte Bahnhof umgestaltet werden, damit er attraktiver wird. Eine hohe Glasfassade soll mehr Tageslicht ins Innere lassen. Geplant ist auch, Einkaufsbummlern und anderen Passanten neue Wege quer durch das Gebäude zu bahnen. Im hinteren Teil, in dem die frühere Gepäckaufbewahrung und andere Räume leerstehen, wird ebenfalls Platz für Läden und Gastronomie geschaffen.

Langfristig will die Bahn einen zweistelligen Millionenbetrag in den Bahnhof Zoo investieren, um mit dem Aufschwung des westlichen Stadtzentrums Schritt zu halten. Schon 1998 gab es erste Umbaupläne. Doch als 2006 der Großteil des Fernverkehrs zum neuen Hauptbahnhof verlegt wurde, rutschte das Thema auf der internen Prioritätenliste nach unten.

Jetzt soll das Gebäude aus seiner Agonie geholt werden. „Der Bahnhof Zoo hat eine Zukunft“, hieß es.