„Kack-dreiste Mütter“ und „Bälger“ – zimperlich geht es nicht gerade zu, wenn Nicht-Eltern im Internet gegen Eltern und deren Nachwuchs wettern. Anlass für diese jüngst verfassten Tiraden war ein Facebook-Post der Autorin Sarah Kuttner (37) – über Kinder-Pipi. Sie schrieb: „Mütter, die mitten im Kiez, nahezu eingekesselt von Cafés und somit Klos, ihre Kinder zum Pullern an Bäume halten: nö!“ – und trat damit eine Lawine von teils hasserfüllten Kommentaren los.

Von Kinderurin an Bäumen kann man natürlich halten, was man will. Fest steht aber: Das Lästern über Eltern hat Konjunktur. Genüsslich wird sich über Nachwuchs namens Karl-Emil, Iphigenie oder den kleinen „Fritz-Dinkeldoof“ mokiert. Bücher über antiautoritäre oder überbesorgte Eltern verkaufen sich bestens. Ein Café-Betreiber, der in seinem Laden im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg Kinderwagen mit einem Betonpoller aussperrt, bekommt Zuspruch. „Endlich“, kommentiert ein Internet-User schlicht.

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