Berlin. Im Berliner Taxigewerbe wird nach Ansicht von Experten nur die Hälfte der Umsätze versteuert. Durch Schwarzarbeit gingen dem Land Berlin jährlich etwa zwei Millionen Euro an Steuereinnahmen verloren, berichtete die «Berliner Morgenpost» (Montag) unter Berufung auf die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Gewerkschaft wiederum verweist auf eine Schätzung des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Sie verlangt vom Senat, für schärfere Kontrollen ausreichend Personal bereitzustellen.

Berlin wolle zwar dem Beispiel Hamburgs folgen und die Unternehmen künftig genauer überprüfen. Es sollten dafür aber lediglich fünf neue Mitarbeiter für die Jahre 2014/15 eingestellt werden, sagte der frühere GdP-Geschäftsführer Klaus Eisenreich der Zeitung. In Hamburg wird laut «Morgenpost» seit dem Jahr 2008 jeder Antrag auf Erneuerung oder Erweiterung einer Taxikonzession intensiv überprüft. Dabei würden Schichtzettel, Kassenbücher, Kilometerstände und TÜV-Berichte begutachtet und mit den Angaben in den Steuererklärungen abgeglichen. In den ersten drei Jahren hätten diese Prüfungen in Hamburg zu Mehreinnahmen von 1,7 Millionen Euro geführt. (dpa/bb)