Berlin - Mit lautem Rauschen rollt der Zug in Gesundbrunnen ein, und Thomas Förster muss mal wieder tief durchatmen. Er sieht die vielen Fahrgäste, beladen mit Koffern, Taschen und aufblasbaren Gummitieren, neben ihnen Fahrräder und Fahrradanhänger. Erwartungsvoll sehen sie dem Zug entgegen, bereit für den Sprint zu den letzten freien Sitzen, den letzten freien Fahrradplätzen. Nur wenige Sekunden noch, dann werden sie die fünf roten Doppelstockwagen stürmen. Wochenend’ und Sonnenschein! Für die meisten ist das ein Grund zur Freude, für Förster und die anderen Kundenbetreuer im Zug Richtung Ostsee bedeutet das vor allem: Stress und harte Arbeit. „Bei Stress hilft es, tief durchzuatmen“, sagt der 46-Jährige. „Aber manchmal muss ich auch mal irgendwo gegentreten.“ Wenn es hart auf hart kommt. So was kommt vor im Regionalexpress von Berlin nach Norden.

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