Berlin - Aktualisierung 10. Juni 19.10 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet zunächst am frühen Abend einzelne starke Gewitter mit Sturmböen bis 85 km/h und Starkregen und Hagel (bis zu 5 cm), später in der Nacht kann es vermehrt zu schweren Gewittern kommen. Örtlich begrenzt ist mit Starkregen von bis zu 50 Litern/Quadratmetern innerhalb kurzer Zeit zu rechnen. Sturmböen können nach letzten Angaben 100 km/h erreichen. Laut einer DWD-Vorabinformation für Brandenburg und Berlin sind sogar einzelne Orkanböen (bis 120 km/h) nicht ausgeschlossen. 

Über das Pfingstwetter konnten zumindest Berliner bis zum Montagabend nicht klagen. 27 Grad bei ein paar Schönwetter-Wolken am Pfingstsonntag: Damit waren wir wirklich sehr gut bedient. Weiter westlich plagten sich die Menschen am Feiertagssonntag mit teils kräftigen Unwettern herum. Sturmböen, Schauer mit Starkregen und Hagel: Davon war im Berliner Raum zunächst nichts zu sehen.

Doch schon in der Nacht zu Montag veränderte sich die Lage auch bei uns. Am Sonntagabend verdichtete sich die Bewölkung und in der Nacht regnete es bis in die frühen Morgenstunden. Im Tagesverlauf kämpfte sich auch die Sonne wieder durch die Wolken, und nochmals erreichten die Werte bis zu 27 Grad am Pfingstmontag.

Schwere Sturmböen bis 95 km/h, heftiger Starkregen

Bereits für den Nachmittag waren die ersten Turbulenzen in unserer Region erwartet worden, doch nunmehr verschiebt sich das Szenario in die Abend- und Nachtstunden. Der DWD rechnet mit Schauern, Gewittern mit Starkregen und schweren Sturmböen. Diese könnten in der Spitze auf bis zu 100 km/h aufdrehen. Der Starkregen könnte innerhalb einer Stunde bis zu 40 Liter pro Quadratmeter erreichen, örtlich auch mehr.

Im Süden Brandenburgs wird es mit bis zu 30 Grad noch einmal sehr warm, im Nordwesten reicht es nur noch für 24 Grad. Auch in der Nacht zu Dienstag kommt das Wetter nicht zur Ruhe, Schauer und teils starke Gewitter fallen bis in die frühen Morgenstunden. Es bleibt mild bei Tiefstwerten von 15 bis 19 Grad.

Schauer und Gewitter auch in der neuen Woche

Dienstag beruhigt sich die Lage zunächst etwas und die Sonne lässt sich wieder blicken. Doch örtlich fallen wieder Schauer, und am Nachmittag steigt die Gewitterneigung erneut. Richtig heiß mit bis zu 32 Grad kann es im Südwesten Brandenburgs werden, im Nordwesten bleibt es bei maximal 26 Grad. Die Nacht zu Mittwoch bleibt mild bei 16 bis 19 Grad.

Komplett zweigeteilt startet der Mittwoch: Wolkig im Westen mit örtlichem Regen, heiter im Osten. Doch am Nachmittag greifen Schauer und Gewitter auch auf den Ostteil der Region über. Mit 26 bis 32 Grad wird es erneut sehr sommerlich.

Die Nacht zu Donnerstag bleibt zunächst bewölkt, doch Schauer und Gewitter ziehen allmählig ostwärts ab, und vom Westen her lockert der Himmel auf. Mit Höchsttemperaturen von 26 Grad wird es am Donnerstag voraussichtlich nicht ganz so heiß, doch die nächste Hitze kündigt sich bereits wieder zum Wochenende an. 

Nirgendwo war der Juni bislang so überhitzt wie in Berlin

Der Wettertrend gibt eine vage Hoffnung, dass sich die viel zu heißen Temperaturen im weiteren Verlauf zumindest nicht wieder gleich zur 30-Grad-Marke hochschießen. Der Eindruck vieler Berliner und Brandenburger, dass dies kein ganz normaler Juni ist, lässt sich an einer Zahl festmachen. Satte sechs Grad ist der laufende Monat bislang zu warm, gemessen am langjährigen Durchschnitt. Nirgendwo sonst in Deutschland war diese Abweichung in den ersten Junitagen so stark wie in unserer Region. JSt