Berlin - Der Schlachtensee ist alles andere als ein Geheimtipp. Aber er hat Vorteile, die andere Seen nicht haben. Etwa die sehr gute Erreichbarkeit, auch für Faule: Man steigt in die S-Bahn 1 nach Wannsee und an der Haltestelle Schlachtensee wieder aus, von da aus kann man fast ins Wasser rollen, so nah ruht der See. An heißen Tagen tummeln sich Horden von Großstädtern auf dem abschüssigen Stück Rasen von der Haltestelle bis zum Ufer. Diese Enge gefällt nicht jedem, erst Recht in Pandemiezeiten, aber eines kann man dem Ort nicht vorwerfen: dass er langweilig wäre.

Vor allem junge Menschen aus aller Herren Länder feiern hier im Sommer täglich, es gibt immer Musik – und gute Einkehrmöglichkeiten, wie die Fischerhütte oder das Goodies Deli für Veganer. Wer es zurückgezogener mag, spaziert am Ufer entlang und sucht eine romantische Nische. Im Wasser bietet sich eine traumhafte Kulisse: Mit dem dichten Bewuchs alter Eichen und Kiefern rundherum fühlen sich Badende wie in ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert versetzt – eine Stimmung, die sich der See seit der Eröffnung 1874 wundersamerweise erhalten hat. Dann ist die Großstadt Lichtjahre entfernt und wer gut schwimmt, kann versonnen abseits des Tumultes seine Bahnen ziehen.

Fazit: Der Schlachtensee ist für Romantiker wie für Partytiere geeignet. 

Anreise: Das Beste: Man muss vom Bahnhof Friedrichstraße nur wenige Schritte gehen – den Rest erledigt die S-Bahn.