Berlin – Die Schreiben waren maschinell erstellt und trugen keine Unterschrift. Ein paar dürre Worte auf zwei Seiten, das war’s. Doch für Claudia Hartmann und viele andere Menschen ließen sie eine Welt zusammenbrechen. Ihre Firma, ihre Arbeitsplätze sind bald Vergangenheit. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) teilten der Busunternehmerin aus Mariendorf mit, dass sie die jüngste Ausschreibung von Fahrleistungen verloren habe. Unten prangten die Namen Rolf Erfurts und Eva Kreienkamps, des Betriebsvorstands und der Vorstandsvorsitzenden. Nach über drei Jahrzehnten bekommt der Familienbetrieb, der im harten Preiswettbewerb der Vergabeverfahren bislang jedes Mal bestanden hat, in dieser Runde keinen Auftrag mehr von der BVG. 280 Beschäftigte verlieren ihre Arbeit, und eine Berliner Unternehmensgeschichte endet abrupt. „Ich habe keine andere Wahl als die, den Betrieb stillzulegen“, sagt Claudia Hartmann, die Chefin.

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