Berlin - Die Kollegen sind geschockt. „Und stinksauer“, sagt Mona Frias. Auch sie sei ziemlich sauer. „Weil wir, die wir jahrelang mitgeholfen haben, das Schlecker-Vermögen anzuhäufen, nun abgewickelt werden sollen. Aber die da oben wollen nichts abgeben.“

Mit „die da oben“ meint sie ihre Arbeitgeber, die Chefs der Drogeriekette Schlecker. Mona Frias ist 46 Jahre alt und Betriebsratsvorsitzende des Schlecker-Bereichs Berlin 5, zu dem Filialen in Hellersdorf, Lichtenberg und Marzahn gehören. An diesem Dienstagnachmittag sitzt sie auf einem Podium vor der Fraktion der Linkspartei im dritten Stock des Reichstagsgebäudes, mit viel Gold um Finger, Handgelenke und Hals, einem Mikrofon vor und einer Flasche Mineralwasser neben sich. Sie soll als eine „von der Basis“ über die Situation berichten. Jetzt, nachdem die Drogeriemarktkette mit ihren bundesweit knapp 7 000 Filialen Insolvenz angemeldet hat.

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