Berlin-Friedrichshain - „Weg da!“, hallt der ausgelassene Ruf über den kleinen Hügel am Denkmal des polnischen Soldaten und deutschen Antifaschisten im Volkspark Friedrichshain. Johann saust mit seinem blauen Plastik-Schneerutscher auf den teils vereisten Schneeresten die kleine Anhöhe hinunter, seinen wartenden Eltern entgegen. Unten angekommen, läuft der Achtjährige auch schon wieder am äußersten Rand den Miniberg hinauf – um keinem anderen Rodler in die Quere zu kommen.

Denn die Piste ist voll und Johann nicht das einzige Kind, das sich an diesem Sonntagmittag auf den Schlitten geschwungen hat, um den tags zuvor gefallenen Schnee noch einmal für eine Rodelpartie zu nutzen. Den Schneerutscher habe der Junge schon 2019 zu Weihnachten von den Großeltern bekommen, ihn Anfang vorigen Jahres auch im Winterurlaub im Riesengebirge benutzen können, erzählt seine Mutter. In Berlin sei das nicht möglich gewesen. Es habe einfach der Schnee gefehlt. Bis in der Nacht zu Sonnabend die Flocken nur so fielen und der Hauptstadt eine Schneedecke von bis zu zehn Zentimetern bescherten. 

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