Berlin/Potsdam - Auch am Mittwochmorgen haben Schnee und Eis für glatte Straßen und Verkehrsbehinderungen in Berlin und Brandenburg gesorgt. Es habe aber keine Zunahme bei den Unfallzahlen gegeben, berichteten die Berliner Feuerwehr und die Polizei in Potsdam. Die Autofahrer hätten sich an die Witterungsverhältnisse angepasst.

Bei der S-Bahn in Berlin wurden nach eigenen Angaben Verspätungen auf den Ost-West-Strecken der S5, S7 und S75 registriert. Zum Teil fehlende Ansagen, aber auch unzureichende Anzeigen auf den Bahnsteigen erschwerten den Reiseverkehr zusätzlich.

Anhaltende technische Probleme

Die Linie S 3 (Erkner-Ostkreuz) war den Angaben zufolge von vereisten Türen und defekten Antrieben betroffen. „Dort macht uns die Baureihe 485 zu schaffen“, sagte der Sprecher. Die in der DDR entwickelte Baureihe war im März 2010 still gelegt worden und wird wegen des allgemeinen S-Bahn-Chaos seit März 2011 reaktiviert - allerdings unter anhaltenden technischen Problemen. Am Mittwoch mussten Wagen der Baureihe 481 „aushelfen“. Auf der S 7 sorgte der große Bedarf an Bremssand für Verzögerungen.

Insgesamt waren am Mittwochmorgen nur 463 S-Bahn-Viertelzüge unterwegs. Im Idealfall stehen 560 dieser Doppelwagen zur Verfügung. In den vergangenen Tagen kam die Bahn zum Teil auf 511 Viertelzüge. Im Bahnverkehr in Brandenburg gab es nach Angaben der Deutschen Bahn ebenfalls Verspätungen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam erwartet weiter anhaltenden Frost und schwierige Straßenverhältnisse. (dpa)