Berlin - Wenn Leute in einer Galerie stehen und sich wundern, dass Bilder an der Wand hängen, dann hat das mit Corona zu tun. In der DNA-Galerie in der Auguststraße passiert das zurzeit öfters. Seit zwei Wochen schon. Nicht trotz, sondern wegen Corona. Gegenüber ein Kindergarten, nebenan Clärchens Ballhaus. Vor der Galerie ein Aufsteller: „Coronatest – Hier und Jetzt – in nur 2 Minuten erledigt, auch ohne Termine. Nur 49 Euro! Ergebnis nach 30 Minuten, inklusive Attest vom Arzt“.

Auf dem Bürgersteig hat sich eine kleine unförmige Schlange gebildet. Mit etwas Fantasie könnte man an eine Ausstellungseröffnung denken. Fehlen die Sektgläser. Stattdessen schiebt eine Polizistin, die vorbeikommt, das Publikum – Kunden? Patienten? – auseinander: „Na, jetzt aber mal schön Abstand halten!“ Viele gut gekleidete Menschen stehen hier, manche mit langen Bärten, andere mit großen Kopfhörern und Jutebeutel. Viele sprechen kein Deutsch, kommen aus Japan, Argentinien, Russland, Holland, Portugal, Finnland, aber auch Vater und Sohn aus Prenzlauer Berg. Sie haben die Teststelle im Internet gefunden.

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