Die Schöneberger Spreewald-Grundschule muss sich erneut eine neue Schulleitung suchen. Doris Unzeitig hat nach 5 Jahren gekündigt und geht zurück in den österreichischen Schuldienst.

„Ich arbeite noch bis zum 7. September hier, dann wechsele ich in die Nähe von Salzburg“, sagte sie der Berliner Zeitung. Sie habe in Berlin nicht die Unterstützung für ihre Schule erhalten, die sie sich gewünscht hätte.

Brennpunkt-Schule mit schwieriger Schüler-Klientel

Doris Unzeitig hatte für Aufsehen gesorgt, als sie vor Monaten eigenmächtig einen privaten Wachdienst für ihre Schule engagierte. Damit wollte sie renitenten Kindern und Jugendlichen sowie undisziplinierten Eltern Einhalt gebieten.

Die Schule im Schatten des früher sogenannten Schönberger „Sozialpalastes“ gilt als Brennpunkt-Schule mit schwieriger Schüler-Klientel. Es gab immer wieder Probleme mit der Essensversorgung im gebundenen Ganztagsbetrieb, weil Eltern auch den reduzierten Essensbeitrag nicht bezahlten - und die Kinder daraufhin vom Essen ausgeschlossen wurden.

Eine Gegensprechanlage zum besseren Schutz des Schulgebäudes war ihr vom zuständigen Schulstadtrat zunächst verwehrt worden.

„Die Situation geht auch an meine Gesundheit.“

Doris Unzeitig sagte, sie hätte sich gewünscht, dass man gegen immer wieder verhaltensauffällige und gewaltbereite Schüler konsequenter vorgehen dürfte. „Dass mehr Schulverweise möglich gewesen wären.“ Auch bemängelt sie, dass die Schüler zum neuen Schuljahr nicht über das benötigte Personal verfügen. „Es sind weiter Stellen offen“, sagte sie. Angetragen worden sei ihr, Erzieher als Lehrer einzusetzen.

„Die Situation geht auch an meine Gesundheit.“ Probleme habe es zudem mit dem Brandschutz an der Schule gegeben. Auf ihre Kündigung hin habe sie vom obersten Schulaufsichtsbeamten lediglich ein ganz kurzes Schreiben erhalten mit dem Hiinweis, dass man ihr alles Gute für die Zukunft wünsche - der Auflösungsvertrag war mitgesandt. „Das zeigte mir, dass man mich nicht mehr wirklich weiter unterstützen wollte.“