Berlin - Rostislav B., der in Leningrad geboren wurde und in Wilmersdorf wohnt, war am Mittwoch früh in Paris in den Airbus der Fluggesellschaft easyJet (EZX 4529) eingestiegen. Die Maschine hob pünktlich nach Schönefeld ab. Alles war gut, bis kurz vor der Landung. Im Anflug auf Schönefeld kam es zwischen dem Russen und  den Flugbegleitern zu einer Rangelei. Nichts großes sagten Zeugen, aber der Mann lehnte es zunächst ab, sich hinzusetzen.

Die Flugbegleiter waren dagegen. Selbst sie müssen nach dem Luftsicherheitsgesetz sitzen bei Start und Landung und informierten den Piloten, der daraufhin eine Schleife flog. Rostislav B. ließ sich kurz darauf dazu überreden, einen Platz einzunehmen  und sich anzuschnallen. Dann landete das Flugzeug ohne Probleme und pünktlich. Kaum  stand die Maschine auf Position, empfingen Bundespolizisten den Mann aus Leningrad und nahmen ihn zur Vernehmung mit. Nach zwei Stunden konnte er gehen. Nun wird gegen ihn wegen des Eingriffs in das Luftfahrtsicherheitsgesetz ermittelt.

Nach Informationen der Airline sowie des Flughafens bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung des Luftverkehrs. Trotz doppeltem Landeanflug ist die Maschine ohne Verspätung gelandet.