Ein Großaufgebot der Polizei hat am Montagabend die Wohnung eines Mannes in der Straße der Pariser Kommune in Friedrichshain gestürmt. Der 34-Jährige hatte mit Schüssen aus einer Luftdruckwaffe ein siebenjähriges Mädchen auf der Straße leicht verletzt, bestätigte ein Polizeisprecher am Abend auf Anfrage der Berliner Zeitung. Unklar sei noch, ob der Schütze gezielt das Mädchen treffen wollte oder ob es ein unglücklicher Zufall war, hieß es von der Polizei am Dienstagmorgen.

Anwohner waren schockiert, als kurz vor 20 Uhr die Straße der Pariser Kommune abgesperrt wurde, etliche Polizeiwagen vorfuhren und vermummte Spezialkräfte der Polizei sich dem Haus näherten, aus dem geschossen worden war.

SEK stürmt Wohnung

Die Einsatzkräfte benutzten Leitern und warfen Blendgranaten in die Wohnung. Anwohner berichteten von lauten Detonationen. Wenig später führten sie den 34-Jährigen in Decken verhüllt aus dem Haus. Er wurde stationär in eine Klinik eingewiesen, hieß es von der Polizei. Der Grund für die Einweisung sei noch unklar. Ob der Mann in Untersuchungshaft kommt, freigelassen wird oder ein ärztliches Gutachten erstellt wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden. 

Die Siebenjährige wurde leicht am Arm verletzt, musste aber nicht zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. (mit dpa)