Schuhe gegen Wulff: Rechtspopulisten drängen in Anti-Wulff-Demo

Berlin - Um ihren Unmut über die jüngsten Hauskredit-Affäre  des Bundespräsidenten zu zeigen, reckten die Demonstranten zahlreiche, zumeist eher ältere Schuhe in die Höhe. Diese Geste gilt in der arabischen Welt als besonders drastisches Mittel, um Wut und Verachtung auszudrücken.

Demonstranten schließen Rechtspopulisten aus

Zugleich hielten die Demonstranten zahlreiche Plakate wie „Ent-wulffen“, „Christian, kehr doch zurück ins schöne Osnabrück“ oder „Zorn statt Gier!“ hoch und skandierten lautstark „Wulff muss weg!“. Die Polizei hielt sich zunächst zurück und war vor allem bemüht, die Straße vor dem Schloss Bellevue für den Autoverkehr freizuhalten.

Die auch nach Polizeiangaben 400 Demonstranten sollten nicht auf den Gehweg direkt vor das Schloss gelangen, sondern auf der anderen Straßenseite bleiben. Für Unmut unter den Demonstranten sorgte, dass sich Aktivisten der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ mit einem großen Transparent unter die Demonstranten mischen wollten.

Ordner der Demonstrationsanmelder bildeten eine Kette, um die Rechtspopulisten von der Hauptgruppe der Demonstranten zu trennen.

Auf dem Dach des Schlosses Bellevue wehte derweil die Bundesfahne, ansonsten war im Schlossgebäude nichts vom Bundespräsidenten oder seiner Entourage zu sehen.

„Schutz der Demokratie“

Die Anti-Wulff-Demonstration war vom Verein „Creative Lobby of Future“ angemeldet worden, sie geht zurück auf die Facebook-Initiative „Wulff den Schuh zeigen“ des Internet-Aktivisten  und SPD-Mitglieds Martin Heidingsfelder  („VroniPlag“).